Design Severin Wucher
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Deutschland im Frühling

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Kurz

Severin Wucher (* 1976) ist ein Berliner Grafik-Designer und hat sich auf Informationsgestaltung, Editorial Design und Visuelle Systeme spezialisiert. Neben seiner Tätigkeit als Art-Direktor für Integral Ruedi Baur Berlin lehrt er als Vertretungsprofessor für Informationsdesign an der Burg Giebichenstein—Hochschule für Kunst und Design in Halle (Saale) sowie als Lehrbeauftragter an der Universität der Künste Berlin (UdK) in der Klasse für Informationsgestaltung bei Prof. Erik Spiekermann, wo er seit 2004 als Künstlerischer Mitarbeiter tätig war und zurzeit beurlaubt ist.

Ausführlich

Nach dem Abschluss seiner Schriftsetzerlehre in einem Verlag und einem Praktikum bei Konrad Kunz – einem Schweizer Grafiker und ehemaligen Student von Armin Hofmann – studierte Severin von 1999 bis 2004 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB).

In der Klasse Systemdesign von Prof. Ruedi Baur gestaltete er Projekte in den Bereichen Informationsgestaltung und Editorial Design wie z.B. die temporäre Baustellenbeschilderung für die Stadt Leipzig oder die Website und kommentierten Vorlesungsverzeichnisse der HGB. Als Diplomarbeit gestaltete Severin eine umfassende Forschungspublikation zum Thema »Das Gesetz und seine visuellen Folgen / La loi et ses conséquences visuelles«, das 2005 bei Lars Müller Publishers erschien und mit einem red dot Communication Award sowie einem iF Communication Design Award Gold ausgezeichnet wurde.

Nach dem Studium arbeitete Severin als Senior Designer mit Prof. Rayan Abdullah bei Markenbau Berlin / Leipzig, einer auf Corporate Identity und Corporate Design spezialisierten Design-Agentur. Unter anderem gestaltete er dort das Kompendium »Piktogramme und Icons« für den Verlag Hermann Schmidt Mainz.

Seit Oktober 2004 arbeitet Severin als Künstlerischer Mitarbeiter in der Klasse Informationsgestaltung an der Universität der Künste Berlin (UdK) bei Prof. Michael Klar, seit Oktober 2008 bei Prof. Erik Spiekermann. Severin hatte Lehraufträge an der Universidad Veracruzana in Xalapa/Mexiko und an der Fachhochschule Potsdam. An der Estonian Academy of Arts (Eesti Kunstiakadeemia) in Tallinn/Reval lehrt er im International Master Course »Design Journalism«, der von Prof. Masayo Ave geleitet wird.

In den vergangenen Jahren untersuchte Severin – über seinen beruflichen Fokus auf Informationsgestaltung, Editorial Design und Visuelle Systeme hinaus – das deutsche Grafik-Design und engagierte sich in kulturellen Austauschprogrammen. Gemeinsam mit dem Designer und Lehrer Gao Yi aus Peking veröffentlichte Severin das »PingPongProjekt«, ein Kompendium über die aktuelle Grafikdesign-Ausbildung in Deutschland. Das PingPongProjekt ist ein deutsch-chinesisches Austauschprogramm für Designhochschulen und professionelle Gestalter.

Severin spielt Klavier und Orgel, liebt gutes Essen, Kaffeehäuser, Literatur, Musik – und das Unterwegssein. Und wenn er von einer Reise nach Berlin zurückkehrt und dort den leuchtend-warmen Farbton RAL 2002 (»Blutorange«) der U2 entdeckt, fällt ihm wieder auf, wie schön es doch ist, Designer zu sein.


Claudia Angelmaier